6. Februar 2016

Alternativen zu...Papier

Ich habe zu Beginn meines Studiums im Jahr 2012 eine Packung Druckerpapier bekommen. Momentan sind davon noch ca. 100 Seiten übrig, die hoffentlich vermutlich noch bis zum Ende dieses Jahres reichen werden. Wie ich das geschafft habe?

1. eReader anschaffen

Mal ganz im Ernst: Wer von uns liest die Texte, die wir als Vorbereitung auf Seminarsitzungen bekommen, nach dem Ende des Semesters oder der Prüfungsphase noch einmal durch? Glaubt mir, selbst im Examen werde ich mir eher meine Mitschriften und Exzerpte anschauen, also noch einmal alle Texte zu lesen. Es ist also völlig unnötig, alles auszudrucken. Ich lese die Texte immer zu Hause auf dem Computer (weil der Bildschirm größer ist) und lade die PDFs dann auf meinen Nook Color, den ich 2011 in den USA gekauft habe. So habe ich auch im Seminar den Text dabei und kann fleißig mitdiskutieren. eReader von diversen Anbietern gibt's z.B. bei Ebay Kleinanzeigen gebraucht zu kaufen. Bei vielen kann man in PDF-Dateien markieren und Notizen hinzufügen. Ich habe mir aber angewöhnt, statt zu markieren die wichtigsten Inhalte herauszuschreiben. So habe ich gleich gute Zusammenfassungen, falls ich später mal irgendwas nachgucken muss.

2. Rückseiten bedrucken

Immer wieder flattern Rechnungen, Werbeschreiben uvm. in's Haus (auch wenn ich akribisch hinterher bin, alles abzubestellen). Diese Blätter und alles andere in Din A4 sammle ich in einer Schublade und benutze die Rückseiten für Notizen, Probedrucke und z.T. auch für Fahrkarten und Konzerttickets (die habe ich aber meist nur noch auf dem Smartphone, dann muss gar nichts ausgedruckt werden).
Seit fünf Minuten überlege ich, wann ich das letzte Mal auf "frisches" Papier gedruckt habe. Ich vermute, dass es bei meiner letzten Hausarbeit war.
Auch bei Mitschriften in der Uni ist es ratsam, die Rückseite im Collegeblock, bei Handouts o.ä. nicht zu vergessen. So habe ich es geschafft, in 7 Semestern erst 1 1/2 Blöcke zu verbrauchen.

3. Schmierpapier für Einkaufslisten, To-Do-Listen etc.

Seit ich denken kann, liegt bei uns zu Hause immer ein Stapel mit Schmierpapier im Din A6 Format herum. Mein Papa hat regelmäßig einseitig bedrucktes Papier in gleichmäßige Rechtecke geschnitten und wir sind damit groß geworden, dass dieses Papier für jegliche Notizen gebraucht wird.
Auch Briefumschläge eignen sich prima als Schmierpapier.
Ich kann nicht leugnen, dass mich kleine bunte Notizblöcke immer magisch anziehen, aber letzten Endes ist es doch egal, ob meine Einkaufsliste auf einem hübschen bunten Zettel oder auf einem Schmierpapier steht. Ich klebe ihn ja nicht in mein Tagebuch (ich besitze gar keins) oder so, es gibt also keinen Grund, der Blümchenblätter rechtfertig - sorry. :D

4. Nur wirklich wichtige Dokumente ausdrucken

Spart zum einen Papier, aber eine weitere ganz logische Folge: Die Druckerpatrone hält viel länger, als wenn jeder Quatsch ausgedruckt wird. Das spart enorm viel Geld!

5. Klein schreiben

Meine Kommilitoninnen haben sich sehr darüber amüsiert, dass ich tatsächlich in meinem ganzen Grundstudium nur einen Collegeblock verbraucht habe. Wie ich das geschafft habe? Zum einen eben, weil ich immer auch die Rückseiten vollgeschrieben habe. Zum anderen habe ich eine relativ kleine Schrift, die es ermöglicht, in jede Reihe zu schreiben.
Ich kenne Menschen, deren Mitschriften verbrauchen mehrere Doppelseiten. Auch wenn es in einigen Vorlesungen schwer fällt, versuche ich schon geich beim Aufschreiben eine gewisse Ordnung in meine Notizen zu bringen. Klingt banal, aber es spart enorm viel Platz.

Papier ist zwar nicht teuer, hat aber eine ganz schlechte Ökobilanz, weil unfassbar viele Ressourcen (Holz, Wasser uvm.) verbraucht werden. Auch bei recycletem Papier ist der Wasserverbrauch nicht geringer. Daher lohnt es, den Verbrauch auf's Nötigste zu beschränken. Dadurch lässt sich der Kauf von neuem (Drucker-) Papier lange hinauszögern. ;-)

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