8. April 2016

Second Hand in...Zürich

Letzte Woche war ich für vier Tage in Zürich, um mich mit zwei Freundinnen aus Marburg zu treffen. Wir hatten eine ziemlich tolle Zeit, und natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt, um die Second-Hand-Szene in der Schweiz mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Im Vorfeld hatte ich auf dieser Seite bereits die schönsten Flohmärkte der Schweiz herausgesucht, da sind eine ganze Menge aufgelistet. Leider beginnt die Saison erst im Mai, sodass ich mich bei meinem Besuch in Zürich auf die Second-Hand-Läden beschränkt habe.

Die Caritas Zürich hat an der Birmensdorferstraße mehrere Läden, die unterschiedlich konzipiert sind. Bei Kleider Netto (Birmensdorferstraße 52) kostet nichts mehr als 5 Franken, die Klamotten sind in sehr gutem Zustand, wobei die Marken von H&M über Zara bis zu Roxy oder Levis reichen.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es einen Caritas-Laden, der "Kunst und Krempel" verkauft. Bücher, CDs, Spiele, Geschirr und kleinere Möbel gibt es hier zu kaufen.
Ein paar Häuser weiter (Birmensdorferstraße 38) gibt es einen dritten Laden, in dem man Designerstücke recht günstig erwerben kann.

Und dann gibt es noch Brocki-Land. Das ist wirklich eine Nummer für sich. Auf mehreren Etagen einer ehemaligen Tiefgarage findet man alles, aber auch wirklich alles. Der Clou: Jedes Teil kostet nur 5 Franken, z.T. bezahlt man sogar noch weniger (5 Taschenbücher kosten beispielsweise ebenfalls 5 Franken). Womit wir beim Preis-Leistungs-Verhältnis wären: Man kann richtige Schnäppchen machen, wenn man z.B. ein Snowboard oder eine Kommode für 5 Franken findet. Im Gegensatz dazu sind 5 Franken für ein Buch in meinen Augen schon wieder recht viel, das kann man auf Flohmärkten deutlich günstiger haben.
Die Dinge stammen vor allem aus Haushaltsauflösungen, das ist sicherlich nicht für jeden was. In den Bilderrahmen waren teilweise noch Familienfotos oder selbstgemalte Bilder (von den Enkelkindern?), darüber habe ich mich dann doch etwas gewundert. Vieles sind aber auch Spenden, und grundsätzlich ist es eben einfach ökologisch, wenn Brauchbares weiterverwendet wird. :) Hinter Brocki-Land steckt außerdem ein lobenswertes soziales Konzept, das hier nachzulesen ist.
 

Am Ende habe ich weder in einem der Caritas-Läden noch im Brocki-Land etwas gekauft. Obwohl ich mich im Nachhinein ärgere, denn ich hatte im Brocki-Land eine ganz alte Ausgabe von Astrid Lindgrens "Ferien auf Saltkrokan" in den Händen, die hätte ich eigentlich doch ganz gerne gehabt. Außerdem hätte ich gut meine Spielesammlung um Scrabble, Das verrückte Labyrinth und Activity ergänzen können. Die Spiele hätten nur leider nicht in meinen Rucksack gepasst, deswegen muss ich in Zukunft weiter auf den Hamburger Flohmärkten suchen. ;-)

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