28. November 2016

Alternativen zu...Impulskäufen #2: Pflegeprodukte

- Teil zwei der Serie -
Das Badezimmer steht voll mit Duschgels in zehn Duftrichtungen, in der Schublade liegen Lippenpflegestifte von "Shiny Vanilla" über "Happy Cherry" bis "Raspberry Rosé". Und dann wird in der Werbung für DIE Innovation geworben: Shampoo mit echter Milch! Das wird sofort gekauft, ohne darüber nachzudenken, dass in der Dusche noch zwei angebrochene Flaschen stehen, die im Grunde genommen auch keinen anderen Zweck haben als die Haare sauberzumachen und nebenbei vielleicht noch ein bisschen zu pflegen.
Und irgendwann stehen die ganzen angebrochenen Flaschen, Dosen und Tiegel nur noch platzverschwendend im Badezimmer rum, und die leicht ranzigen Lippenpflegestifte werden früher oder später weggeschmissen, obwohl sie nichtmal halb verbraucht sind.
Alles, was so bei mir im Bad herumliegt...
Leute, lasst Euch nicht von der Werbung verarschen! Natürlich bringen die Beautyfirmen regelmäßig neue Produkte auf den Markt, zum einen um konkurrenzfähig zu bleiben, zum anderen natürlich um mit immer neuen Innovationen die KundInnen zum Kaufen zu animieren.
Am Ende kostet es Euch auf's Jahr gesehen überraschend viel Geld: Die Deutschen geben 158 Euro pro Jahr für Kosmetika aus. Und das ist nur der Durchschnitt; viele Leute geben jährlich 500€ und mehr für Beautyprodukte aus. Es sind nicht die Superreichen, sondern oftmals Schülerinnen und junge Frauen, die sich jede Woche auf's Neue bei DM, Müller & Co. verführen lassen. Zu Produkten, die häufig nur ein, zwei Mal benutzt werden und früher oder später im Müll landen.

Drei Tipps, um gegen Werbung und Impulskäufe immun zu bleiben:

(0. Selbermachen!
Ich habe auf dem Blog ja schon einige Produkte gezeigt, die Ihr zu Hause selbst herstellen könnt (einfach oben unter Alternativen > Kosmetik & Pflege suchen). Ansonsten lege ich Euch Utopia, Smarticular und Wastelandrebel an's Herz; auf allen Seiten gibt es jede Menge Rezepte.)

1. Favoriten finden - und dabei bleiben.
Erklärt sich eigentlich von selbst. Wenn Dich ein Produkt zufriedenstellt, brauchst Du nichts Neues! Da kann die Werbung noch so viele neue, schöne, bunte Sachen vermarkten wollen. Ich benutze z.B. seit vielen, vielen Jahren die gleiche Gesichtscreme (die eigentlich nichtmal explizit eine Gesichtscreme ist [Nivea Soft]). Sie erfüllt ihren Zweck, warum sollte ich dann etwas anderes kaufen?

...und die Sachen, die ich tatsächlich regelmäßig benutze.
2. Sachen bei FreundInnen ausprobieren/testen.
Klar, Parfum oder Handcremes kann man schnell mal im Laden testen. Schwieriger ist es mit Shampoo. Wenn Dich ein Produkt reizt, frag im Freundeskreis herum, ob es schon jemand hat und ob Du es ausprobieren darfst. Vielleicht merkst Du dann sofort, dass das Produkt gar nichts für Dich ist. Das bewahrt vor Enttäuschungen und übervollen Badezimmerschränken.
 
3. "Wunschliste" schreiben.
Jedes Mal, wenn Du in der Drogerie/in einer Zeitschrift/im Fernsehen/bei FreundInnen ein Produkt siehst, das Du unbedingt mal ausprobieren möchtest, schreib es auf. Aber erst wenn das eigene Shampoo/Bodylotion/Duschgel leer ist, guckst Du auf die Liste. Wenn der Wunsch noch aktuell ist: nur zu, kaufen! Wenn es in der Zwischenzeit neue, verlockendere Produkte gibt, dann entscheide Dich bewusst für das Produkt, den Du wirklich haben möchtest.
Diese Methode erfordert ein bisschen Geduld, aber sie bewahrt Dich davor, unnötig viel Geld in die Kosmetikbranche zu stecken. Und ich weiß nicht, wie es Euch da geht, aber mich "kosten" zu viele angebrochene Tiegel, Döschen und Flaschen im Bad auch noch enorm viele Nerven. 😜

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