28. Juli 2017

Gebraucht gekauft: Mein neuer Laptop

Nun ist es also doch passiert. Nach über sechs Jahren hat sich mein lieber Laptop in den Elektronikhimmel verabschiedet. Mainboard defekt, Reperaturkosten ab 200€. Nach der neuen Festplatte, die er im Februar brauchte, wäre er spätestens nun zum Fass ohne Boden geworden.(Immerhin hat man mir - für knapp 15€ - die quasi neuwertige Festplatte zu einer externen Festplatte umgebaut. Das ist super praktisch, denn ich hatte bisher nur eine uralte externe Festplatte, die nur mit Anschluss an eine Steckdose funktionierte - nun habe ich noch eine für unterwegs.)

Also habe ich mich nach Alternativen umgeschaut. Schnell war klar, dass ich kein neues Gerät haben wollte. Aber einen Laptop wollte ich nun auch nicht gerade bei ebay-Kleinanzeigen kaufen. Wer weiß, welche Viren, Daten usw. noch vom Vorbesitzer drauf sein könnten...

Warum gebraucht kaufen?

Für die Herstellung eines Computers werden mehr als 750 Liter Wasser benötigt und mehr als 150 Kilogramm CO2 freigesetzt. Das ist schonmal nicht gut. Herkömmliche "Comsumer Computer" (also quasi das, was ca. 90% von Euch gerade vor sich haben) haben eine durchschnittliche Lebensdauer von nur 3-5 Jahren. (Mit 6 Jahren war mein alter Laptop also sehr gut dabei!) Leider führt das dazu, dass allein in Deutschland jährlich über 150.000 Tonnen Elektroschrott entstehen. Und dieser Elektroschrott wird zum größten Teil nicht recycelt. Das ist wirklich schlecht. :(

Im Gegensatz zu diesen sogenannten Consumer Computern gibt es auch Business Computer. Letztere sind zwar neu deutlich teurer als Consumer Computer, dafür sind solche Notebooks und PCs aber auf eine lange, fehlerfreie Lebensdauer ausgelegt. Es gibt in Deutschland zahlreiche Unternehmen, die Business Computer aus Leasingverträgen im großen Stil aufkaufen (die meisten Firmen tauschen ihre Firmengeräte nach 1-3 Jahren komplett aus) und sie mit aktueller Software, Speicher- und Festplattenerweiterung wieder auf den neusten Stand bringt.

Zum Beispiel Green Panda.

In einem umfangreichen Wiederaufbereitungs-Prozess wird die gebrauchte Hardware von den IT-Experten von Green Panda gründlich getestet, sorgfältig gereinigt und generalüberholt ("refurbished"). Nur Geräte, die neuwertig sind und einwandfrei funktionieren, kommen in den Wiederverkauf – ausgestattet mit bis zu drei Jahren Garantie. Denn Green Panda garantiert, dass ein gebrauchtes Notebook aus einer Business-Serie länger hält als ein billiges Gerät aus einer Consumer Serie.

Da die Geräte schon in Gebrauch waren, können sie zu einem Bruchteil des Orginalpreises angeboten werden. Bereits ab 160€ bekommt man top Geräte. So spart man als KäuferIn viel Geld und leistet außerdem einen wichtigen und effektiven Beitrag zum Umweltschutz, denn die Ressourcen bleiben länger im Umlauf.

Green Panda betreibt die Website klimaneutral, versendet mit DHL GoGreen und ist zur Zeit dabei, in eine Halle umzuziehen, die mit 100% Solarstrom betrieben wird. Ein sehr lobenswertes Konzept, wie ich finde!

Bei Green Panda kann man das Gerät auf Wunsch noch individuell konfigurieren, d.h. eine größere Festplatte einbauen, den Arbeitsspeicher erweitern oder ein anderes Betriebssystem installieren lassen (für einige dieser "Extras" bezahlt man allerdings einen Aufpreis). Ein Virenschutzprogramm ist ebenfalls für ein Jahr vorinstalliert.

Der Kundenservice war von Anfang an super nett und hilfsbereit. Ich habe mich als absoluter Technik-Nichtkenner geoutet und wurde freundlich beraten. Am Ende habe ich mich für ein Gerät entschieden:

Das HP EliteBook 8570p

Das Gerät ist wesentlich robuster (und schwerer!) als mein alter Laptop. Dass es schwerer ist, stört mich aber nicht so sehr, da ich es ohnehin nicht oft hin und her transportiere. Die Akkulaufzeit ist herrlich (über vier Stunden!) und alles läuft blitzschnell. So viel an laienhaftem Feedback zum Gerät (und leider auch eher laienhaften Fotos - wie setzt man bitte einen Laptop gut in Szene?!). :D
Klar, es war eine kleine Umstellung (alleine von Windows 7 auf Windows 10 - sowas überfordert mich ja schon...:D), aber das ist wohl jedes Mal so, wenn man ein "neues" Gerät kauft, oder? Inzwischen arbeite ich knapp drei Wochen mit dem neuen Laptop, und ich merke gar nicht mehr, dass irgendwas anders ist als vorher. Und abgesehen von einer winzigen Stelle am Gehäuse merkt man überhaupt nicht, dass schonmal jemand vor mir mit diesem Gerät gearbeitet hat.
Ich hoffe, dass mir dieser Laptop ebenso treue und gute Dienste erweisen wird wie der alte!

1 Kommentar:

  1. Die Seite merke ich mir. Ich habe letztes Jahr ebenfalls einen gebrauchten Laptop für die Uni bekommen, der aus altem Firmenbestand kam. Ich könnte nicht zufriedener sein und würde es jederzeit wieder so machen. ;)

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